Thomas Bernhard - Mein Weltenstück


Thomas Bernhard ist wenig bekannt für seine Lyrik, obwohl in ihr der Ursprung zu seinem Gesamtwerk zu finden ist. In Österreich und Bayern aufgewachsen, schreibt er unter dem Einfluss seiner ablehnenden Umgebung die ersten Gedichte. "Auf der Erde und in der Hölle"(1957), "In hora mortis" und "Unter dem Eisen des Mondes" (1958). Mit der Veröffentlichung seines ersten Romans Frost (1963) und der Uraufführung seines ersten Stückes „Ein Fest für Boris“ (1970), schien sich Bernhard von der Lyrik abgewendet zu haben. Doch er arbeitete auch später noch an seinen Gedichten und ließ in den achtziger Jahren weitere veröffentlichen. Für Bernhard war die Lyrik eine andere Art, sich mit Intensität und sprachlich-bildnerischer Kraft seinen Themen zu widmen. Der Lyriker Bernhard blieb bisher ungehört. Es ist an der Zeit, dem Klang dieser Stimme das Echo zu verschaffen, das sie verdient.

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